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      Schienennetznutzungsbedingungen SNB BT

 

Ascherslebener Verkehrsgesellschaft mbH

 

Herrenbreite 24

 

06449 Aschersleben

 

Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen

 

Staßfurt - Egeln

 

Tel.: 03473-8408 790

 

Fax: 03473-8408 791

 

 

 

Schienennetz-Benutzungsbedingungen der Betreiber der Schienenwege –

Besonderer Teil (SNB-BT)

 

Stand: 01. November 2011

 

 

 

 

 

 

 

          Verzeichnis der Abkürzungen ............................................................................ 2

 

 

  1. Ergänzungen / Abweichungen zu / von den SNB-AT……………………………...5

 

  1. Infrastrukturbeschreibung / Zugangsbedingungen…………………………………x

 

  1. Entgeltgrundsätze

 

  1. Grundsatz und Ziele

 

  1. Einzelaspekte der Entgeltgestaltung

 

  1. Leistungsabhängige Entgeltregelung

 

  1. Umweltbezogene Entgeltbestandteile

 

  1. Knappheitsbezogene Entgeltbestandteile

 

  1. Minderung des Entgeltes

 

  1. Berücksichtigung langfristiger Investitionskosten

 

  1. Entgeltnachlässe für Schienenwege

 

  1. Besonderes Entgelt für Leistungen außerhalb der regulären Betriebszeiten

 

  1. Stornierungsentgelte

 

  1. Mahngebühren

 

  1. Kapazitätszuweisung

 

  1. Sonstiges

 

  1. Zusatzleistungen

 

  1. Nebenleistungen

 

 

 

 

 

 

0.        Verzeichnis der Abkürzungen

 

Abs. Absatz

AEG Allgemeines Eisenbahngesetz

AT Allgemeiner Teil

BGB Bürgerliches Gesetzbuch

BGBl. Bundesgesetzblatt

BOA Verordnung(en) über den Bau und Betrieb von Anschlussbahnen

BT Besonderer Teil bzw. beziehungsweise

e. V. eingetragener Verein

EBO Eisenbahn-Bau-und Betriebsordnung

EBOA Verordnung(en) über den Bau und Betrieb von Anschlussbahnen

EIBV Eisenbahninfrastruktur-Benutzungsverordnung

ESBO Eisenbahn-Bau-und Betriebsordnung für Schmalspurbahnen

EVU Eisenbahnverkehrsunternehmen

ff. folgende

GGVSEB Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt

HPflG Haftpflichtgesetz

Nr. Nummer

RID Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher

Güter

S. Seite

SNB-AT Schienennetz-Benutzungsbedingungen der Betreiber der

Schienenwege – Allgemeiner Teil

TEIV Transeuropäische-Eisenbahn-Interoperabilitätsverordnung usw. und so weiter

VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. z. B. zum Beispiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Ergänzungen / Abweichungen von / zu den SNB-AT

 

zu 1.2.             Zweck und Geltungsbereich

 

Die Gültigkeitsdauer der Schienennetznutzungsbedingungen des SNB-BT wird in seiner vorliegenden Form bis zum 31.12.2015 zeitlich begrenzt.

 

zu 2.3.3.         erforderliche Orts- und Streckenkenntnis

 

Die erforderlichen Orts- und Streckenkenntnisse sind durch den EBL oder durch den öBL zu vermitteln. Dazu ist die SbV durch das jeweilige EVU käuflich zu erwerden. Nach Erhalt der Orts- und Streckenkenntnis darf das EVU dem eigenen Personal die Streckenkenntnis selbst vermitteln.

 

Zu 3.1.2.        geltendes Regelwerk

 

Für die Eisenbahninfrastruktur Staßfurt - Egeln gilt die hierfür aufgestellte SbV, Das Signalbuch Ril 301 und die FV-NE. Das Notfallmanagement ist Bestandteil der SbV.

 

Zu 3.2.1         Vordruck für Antrag auf Zuweisung von Zugtrassen

 

Zugtrassen sind durch die EVU mit dem Formular „Trassenanmeldung“ Anlage 1 anzumelden. Dieses kann per Brief, Fax oder Mailanhang erfolgen.

 

Zu 3.4.2.        Fristen für die Zuweisung von Zugtrassen

 

Für die Fristen der Zuweisung der Zugtrassen nach 3.4.2 im Sinne SNB-AT  werden als

„Arbeitstage“ die Tage Montag bis Freitag zugrunde gelegt. Samstage, Sonntage und Feiertage (auch in den Bundesländern abweichende) zählen bei der Einhaltung der Fristen nicht.

 

Zu 3.4.4.        besonders aufwendige Bearbeitung

 

Für die Fristen der Zuweisung der Zugtrassen nach 3.4.2 im Sinne SNB-AT  werden als

„Arbeitstage“ die Tage Montag bis Freitag zugrunde gelegt. Samstage, Sonntage und Feiertage (auch in den Bundesländern abweichende) zählen bei der Einhaltung der Fristen nicht.

 

Zu 3.4.5          Frist zum Abschluss einer Vereinbarung

 

Für die Fristen der Zuweisung der Zugtrassen nach 3.4.2 SNB-AT  werden als

„Arbeitstage“ die Tage Montag bis Freitag zugrunde gelegt. Samstage, Sonntage und Feiertage (auch in den Bundesländern abweichende) zählen bei der Einhaltung der Fristen nicht.

 

Zu 3.6             Abschluss von Rahmenverträgen

 

A.V.G. ist grundsätzlich bereit, einen Rahmenvertrag entsprechend § 13 EIBV mit Nutzern abzuschließen.

 

 

Zu 4.1            Bemessungsgrundlage

 

Für die Bemessung der Entgelte für Trassen- und Anlagennutzung gilt Abschnitt 3 dieses SNB-BT.

 

Zu 4.4            Zahlungsweise / Abschlagzahlungen

 

Nach Zugang der Rechnung hat der Zugangsberechtigte innerhalb einer Woche den Ausgleich vorzunehmen:

Kto.: 833 43 900

BLZ: 860 100 90

Postbank Leipzig

 

Zu 5.1.3.         Ansprechpartner der A.V.G. Infrastruktur

 

Sind für die Benutzung der Infrastruktur betriebliche Entscheidungen notwendig, so stehen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

 

Geschäftsführung                           03473-8408 790

Disposition                                        03473-8408 790

 

Zu 5.2             gegenseitige Information

 

Zugangsberechtigte übermitteln 1 Arbeitstag vor Nutzung der Infrastruktur an die Dispositionsstelle Namen und Mobilnummer des Tf (Disposition 03473-8408 790,  dispo@die-avg.de). 

 

Zu 5.3.3         Störungen

 

Die Einfachheit der Infrastruktur und nicht vorhandene Leit- und Sicherungstechnik schließt ein Störgeschehen im herkömmlichen Sinne fast aus. 

Mögliche Störungen an der Infrastruktur sind.

  • Eingeschränkte Befahrbarkeit oder Nichtbefahrbarkeit  der Gleise durch unerwartete und nicht vorhersehbare Gewalteinwirkung
  • Einschränkungen des Regellichtraumprofils durch umgestürzte Bäume 
  • Sonstige Einschränkungen durch Witterungsunbilden
  • Schienenbrüche

 

Der Zugleiter unterrichtet den Zugangsberechtigten über die Art der Störung und das daraus resultierende Verhalten (Fahren auf Sicht, Geschwindigkeitsbegrenzung). Die Störung ist zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu beseitigen. 

 

Die Regelungen der SbV sind zu beachten.

 

Zu 5.4             Betretungsrecht und Mitfahrt auf Triebfahrzeugen

 

Mitarbeiter des Infrastrukturbetreibers sind berechtigt, Triebfahrzeuge des EVU zu betreten und auf ihnen mitzufahren. Sie können sich entsprechend ausweisen. Sie sind berechtigt Kontrollen bezüglich der Einhaltung der Vertragsbedingungen durchzuführen.

 

 

Zu 5.7.2         Informationen zur Nutzungseinschränkung

 

Zum Zeitpunkt der Trassenbestellung, jedoch spätestens beim Zugmeldeverfahren informiert der Infrastrukturbetreiber den Zugangsberechtigten über mögliche Nutzungseinschränkungen durch:

  • Baumaßnahmen
  • Störungen
  • eingeschränkte Gleiskapazität
  • Besonderheiten 

 

Zu 7.2            Umweltgefährdende Einwirkungen

 

Treten Immissionen durch unvorhergesehene Störungen oder Ereignisse an Triebfahrzeug oder Ladung ein, ist sofort nach dem Notfallplan der SbV zu handeln. Dieses ist über den Zugleiter oder die Dispositionsstelle durchzuführen.  

 

Besetzung

Dispositionsstelle:               Mo - Fr.          07:00 - 16:00

Zugleiter Egeln:                 bei Durchführung von Zugfahrten

 

 

 

 

2.     Infrastrukturbeschreibung und Zugangsbedingungen

 

 

Die Strecke wird zwischen dem Bf Staßfurt-Pbf  km 0,522 und Egeln km 20,400 nach § 2 Absatz 3 und 3a AEG als öffentliche Nichtbundeseigene Eisenbahn betrieben. Sie schließt an die DB-Strecke 6423 Schönebeck - Güsten am Sperrsignal 63L23Y an.

 

Es handelt sich bei der Eisenbahninfrastruktur um eine regelspurige, eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenbahn. Die Strecke ist nicht mit PZB ausgerüstet. Die Zugfolge wird durch Zugleitbetrieb geregelt. Es gilt Einzugbetrieb.

 

Die Streckenklasse ist CM 4    (mit 21 t Achslast / 8,0 t / m Meterlast).

 

Die Zuglänge und das Zuggewicht zu den Zielbahnhöfen:

 

 

            Relation                      

maximale Länge

 

maximales Gewicht

          Staßfurt - Egeln          

400 m              

 

1.500 t

Staßfurt - Hecklingen

350 m              

 

1.200 t

  • Staßfurt - Schneidlingen 450 m                          1.600 t             

 

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h bei einem Bremsweg mit 400 m.

 

Die maximale Längsneigung beträgt 7,6 %o vn km 9,0 bis km 9,5. 

 

Der kleinste Bogenhalbmesser beträgt 190 m.

 

 

Die Kommunikation  kann über

  • analogen Zugfunk Bauart VzF 95 Kanal O9 
  • Mobilfunk 
  • Funksprechgeräte erfolgen.

 

Das Befahren der Strecke bedingt den Erwerb der Orts- und Streckenkenntnis. Ein

Befahren der Eisenbahninfrastruktur ohne Streckenkenntnis ist verboten. Bei fehlender

Streckenkenntnis muss eine streckenkundige Person bestellt werden (vgl Punkt 6.3. VDV 755)

 

 

Für das Sichern der der beschrankten Bahnübergänge

  • Halbschranke km 1,470, Staßfurt, Güstener Weg
  • Vollschranke km 4,981,   Hecklingen (L 73)

 

ist Postensicherung nach § 11 Absatz 11 EBO vorgeschrieben. Der Posten für die Sicherung der BÜ ist vom Zugangsberechtigten EVU zu stellen oder Beim Infrastrukturbetreiber kostenpflichtig zu bestellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3.      Entgeltgrundsätze

 

3.1.      Grundsatz und Ziele

 

Die Gestaltung des Trassen- und Anlagenpreissystems folgt dem Grundsatz, jedem

Zugangsberechtigten diskriminierungsfrei Zugang zur Infrastruktur der 

A.V.G. Verkehrsgesellschaft mbH zu preislichen Bedingungen zu gewähren, die

 

  • marktüblich auf vergleichbaren Eisenbahninfrastrukturen sind,

 

  • dem Infrastrukturbetreiber direkt durch die Einnahmen in die Lage versetzen, die

Eisenbahninfrastruktur technisch und technologisch auf einem den gesetzlichen Anforderungen entsprechendem Standard zu halten

 

  • eine marktübliche Rendite durch die Vorhaltung der Kapazitäten und der Zusatzleistungen zu erzielen.

 

Das Trassen- und Anlagenpreissystem ist leistungsorientiert gestaltet und abhängig von Lasten, Achsen und Längen. Eine Differenzierung der Trassen in Kategorien nach unterschiedlichen Qualitätsmerkmalen erfolgt aufgrund der einfachen Verhältnisse nicht.

 

 

3.2.      Einzelaspekte der Entgeltgestaltung

 

Bei der Ermittlung des Trassenpreises und  Zuteilung der Trassen sind folgende Leistungen abgegolten:

 

  • Die Nutzung der für die Zugfahrten bereitgestellten Strecken-, Bahnhofs-, Überholungs- und Kreuzungsgleise

 

  • Betriebsführung während der planmäßigen Besetzungszeiten der erforderlichen Betriebsstellen

 

  • Erstellung eines Fahrplanes einschließlich der Übersendung der betriebsnotwendigen Fahrplanunterlagen an den jeweiligen Besteller

 

Für die Nutzung der Anlagen sowie bei Fahrten außerhalb der regulären Besetzungszeiten fallen zusätzliche Entgelte an.

 

 

 

Im Folgenden werden die einzelnen, den Preis bestimmenden Komponenten näher erläutert. 

 

 

 

 

 

 

 

 

3.2.1  Grundpreis 

Nach technisch — betrieblichen Merkmalen wird nicht in Strecken- Kategorien unterschieden (s. Anlage 2), aus denen sich der Grundpreis ergibt. 

 

 

 

3.2.2  Multiplikative Sonderfaktoren 

Verschiedene besondere Gegebenheiten werden durch multiplikative Sonderfaktoren ‚berücksichtigt. Hierzu zählen derzeit die Lagemaßüberschreitung und die Zuglängen. Weitere Angaben entnehmen Sie der Anlage 2.

 

 

3. 2.3 Additive Sonderzuschläge  

Die additiven Sonderzuschläge teilen sich in die Bereiche Zuggewicht und Anzahl der Lokantriebsachsen auf. Die Übersicht der Zuschläge entnehmen Sie bitte der Anlage 2.  Für Züge mit einer Radsatzlast größer als 22,5 t gelten besondere Bedingungen, die Sie bitte bei der Eisenbahntransportleitstelle erfragen.  

 

3.2.4  MultipIikative Streckenfaktoren 

Die Vorhaltung bestimmter Strecken unterliegt einer speziellen Kostensituation. Dieser wird in der Anlage 2 Rechnung getragen. 

 

3.2.5 Storno und Abbestellungen 

Die Stornierung bedeutet die endgültige Abbestellung einer Fahrplantrasse für den gesamten Zeitraum der vereinbarten Nutzung. Mit der Stornierung einer Trasse erlöschen die Ansprüche, die evtl. mit der vertraglichen Bindung in Bezug auf die Trassenvergabe  verbunden waren. Für Stornierungen werden Stornoentgelte gemäß Anlage 4 berechnet.  Im Gegensatz zu Stornierungen bleiben bei Abbestellungen die Rechte an der Trasse erhalten. Die jeweilige Trasse wird lediglich an dem/den abbestellten Verkehrstag(en) nicht genutzt. Hierzu sind die Bestimmungen der EIBV zu beachten. Für Abbestellungen werden Entgelte gemäß Anlage 4 berechnet. 

Unabhängig davon wird für jede kurzfristige Abbestellung (unter 24 Stunden vor der geplanten Abfahrt) der volle Trassenpreis erhoben. Weitere Entgelte für die  Fahrplanänderungen fallen nicht an. 

 

3.2.6 Abstellungen auf Trassenleisen 

Vereinbarte kurzfristige Abstellungen auf Trassengleisen von mehr als 1 Stunde unterliegen unserem Anlagenpreissystem. Nähere Details entnehmen Sie bitte der entsprechenden  Anlage 3

 

3.2.7 Zusatzentgelte im Rahmen der Fahrplanerstellunq 

Trassenstudien für einzelne Trassen werden einmalig mit einem Entgelt von Euro 100,- in Rechnung gestellt. Wird der Verkehr innerhalb von 14 Tagen bestellt und wie geplant durchgeführt, werden diese Kosten gutgeschrieben. 

Werden Machbarkeitstudien für ganze Fahrplanperioden nachgefragt, unterbreiten wir Ihnen gern ein entsprechendes Angebot. Zusatzentgelte sind in Anlage 4 verzeichnet.

3.2.8 Kurzfristbestellunq 

Für jede Anmeldung einer Trasse, die unter 3 Werktage vor der gewünschten Abfahrt bei der zuständigen Stelle der A.V.G. eingeht, werden einmalig Euro 50,- zusätzlich zum  Trassenpreis.in Rechnung gestellt. 

 

3.2.9 Fristen für Bestellungen 

Für die Ausführung der Bestellung ist eine gründliche Planung erforderlich. Die Trassen sind grundsätzlich 3 Tage vor dem ersten Verkehrstag zu bestellen.

Verbindliche Bestellvordrucke für die Trassen- bzw. die Anlagennutzung sind beigefügt.

 Bürozeiten: Mo. — Fr. von 8.00 — 16.00 

 

3.2.10  Haftungsbeschränkung 

Grundsätze der Haftung regelt der Infrastrukturnutzungsvertrag.

 

3.2.11  Zahlungshinweise 

Die Rechnung wird sofort nach Nutzung erstellt und ist innerhalb von 14 Tagen nach  Rechnungserstellung auszugleichen. 

Die Zahlung erfolg auf unser Konto 315 634 6, Ostharzer Volksbank eG, BLZ 800 635 08. 

 

3.2.12  Datenschutz 

Die A.V.G. ist berechtigt, im erforderlichen Umfang Daten, die sich aus den 

Antragsunterlagen oder Vertragsdurchführung ergeben, an Versicherer zur Beurteilung des Risikos und zur Abwicklung von Versicherungsfällen zu übermitteln. Sie ist ferner berechtigt, allgemeine Vertrags-, Anrechnungs- und Leistungsdaten in gemeinsamen  Datensammlungen zu führen und an ihre Vertreter weiterzugeben. Hiervon unberührt sind  Angaben zu Zwecken der Eisenbahnstatistik (24 AEG), die zur Beurteilung der Struktur und Entwicklung des Eisenbahnverkehrs an das Statistische Bundesamt übermittelt werden. Das Trassen- und Anlagenpreissystem gilt in der jeweils gültigen Fassung. 

  

3.2.13  Sonstiges  

Voraussetzung für die Verkehrsdurchführung ist ein mit der A.V.G. geschlossener Infrastrukturnutzungsvertrag. 

Weitere Grundlage sind die „Schienennetz-Nutzungsbedingungen“ (SNB) sowie die Nutzungsbedingungen für Service — Einrichtungen in der jeweils gültigen Fassung. Auf den Strecken der Ascherslebener Verkehrsgesellschaft ist ein Zugschlusssender mit zuführen. Dieser wird von der Ascherslebener Verkehrsgesellschaft für die Zeit der Nutzung zur Verfügung gestellt. Bei Beschädigung oder Verlust ist dieser zu ersetzen. Der Preis für einen Zugschlusssender beträgt Euro 1.800,-. Gleiches gilt bei Verlust des Schlüsselbundes (für Weichen etc.). Der Preis für ein Schlüsselbund beträgt Euro 5.000,-.  Alle genanten Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.

 

Anlage 1

 

Streckenübersicht A.V.G. Ascherslebener Verkehrsgesellschaft mbH Eisenbahninfrastruktur Staßfurt - Egeln Z1 vereinfachtes Zugleitverfahren

 

 

             

 

Anlage 1      - Ende -

Anlage 2

 

Trassenpreissystem

Stand 30.10.2011

 

Grundpreis

 

Bezeichnung 

 

 

€/Zug-km

Z1 vereinfachtes Zugleitverfahren

 

5,50 €/km

 

 

 

Multiplikative Sonderfaktoren

 

 

Faktor

Lademaßüberschreitung

 

1,80

 

Zuglänge

bis 299 m

1,00

Zuglänge

300 - 499 m

1,50

Zuglänge

500 - 700 m

2,00

 

 

Additiver Sonderzuschlag

 

Zuggewicht                                                                                         €/Zug-km

 

Zuggewicht   bis 800 t         0,00 Zuggewicht     800 - 1199 t   0,77

Zuggewicht                                             1200 - 1600 t                     1,33

 

( Punkt 2. Infrastrukturbeschreibung SNB-BT und SbV beachten über maximale

Zuglängen und Zuggewichte)

 

Anzahl Lokachsen

 

zwei- bis  vierachsig                       0,00 sechsachsig                1,75

 

 

 

Die genannten Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

 

 

 

 

 

Anlage 2 - Ende -

 

 

 

Anlage 3

Anlagenpreissystem  

Stand 30.10.2011 

 

Die Anlagen der Ascherslebener Verkehrsgesellschaft (Rangierleiste, Ladestraßen u. Weichen) werden separat bepreist. Die Bepreisung der Anlagen betreffen zur Zeit  ausschließlich die „Güterverkehrstellen“ der A.V.G. 

Das Anlagenpreissystem setzt sich aus zwei Preiskomponenten zusammen. Die erste Preiskomponente ist ein längenunabhängiger Preisanteil, der für die Nutzung der unterschiedlichen Gleisanbindungen zu entrichten ist. Die Gleise sind entweder nur mit einer Weiche (einseitig) oder mit zwei Weichen (zweiseitig) angebunden.  Die ländenunabhängige Komponente wird durch die längenabhängige Komponente ergänzt, die die Länge des Gleises berücksichtigt.

 

Anlagenberechnung  

Einseitige Anbindung Euro 1.850,00 x Anzahl = Preis in Euro 

+ Zweiseitige Anbindung Euro 3.700,00 x Anzahl Preis in Euro 

+ Gleismeter Euro 7,70 x Meter = Preis in Euro 

= Anlagenpreis im Jahr 

Die Nutzung peripherer Anlagen wird gesondert vereinbart. Dies gilt auch für etwaige 

Nebenkosten im Rahmen der Nutzung, wie z.B. der Bezug von Strom, Wasser und  Dieselkraftstoff. 

Mit dem Nutzungspreis ist neben der Nutzung der Anlage auch die Leistung der  Betriebsführung während der Besetzungszeit unserer Betriebsstellen abgegolten. 

Bei Nutzung von Anlagen außerhalb der planmäßigen Besetzungszeiten der

Betriebsstellen werden zusätzliche Entgelte in Höhe der entstandenen Kosten erhoben.  

Abschläge für langfristige Anlagennutzung 

Mietdauer mehr als 1 Jahr Abschlag 2% 

Mietdauer mehr als 2 Jahre Abschlag 4% 

Mietdauer mehr als 3 Jahre Abschlag 6% 

Mietdauer mehr als 4 Jahre Abschlag 8% 

Mietdauer mehr als 5 Jahre Abschlag 10% 

 

Neben der Möglichkeit der langfristigen Bindung besteht in Anhängigkeit von der

Auslastung der Anlage die Möglichkeit, örtliche Anlagen auch nur für kurze Zeit zu nutzen. Für Nutzungszeiten unter einem Jahr ergeben sich die Nutzungsentgelte zeitanteilig aus den Jahrespreisen. Der Mindestrechnungsbetrag bei kurzzeitiger Nutzung beträgt Euro 50,- je genutzte Anlage und je Kalendertag pro Bestellung. Mindestberechnungszeitraum sind jedoch 5 Kalendertage. 

 

Die genannten Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.  

 

 

Anlage 3 - Ende -

Anlage 4

Zusatzentgelte  

 

Stand 30.10.2011 

Stornoentgelte und Abbestellungen                                      Preis in Euro 

Sachverhalt

Stornierungen bis zum 30.Tag vor                                                          100,- 

dem ersten Verkehrstag 

Stornierungen nach dem 15.Tag bis zum                                 einfacher Trassenpreis  29.Tag vor dem ersten Verkehrstag                                            (mind. 100,-) Stornierungen bis zum 15.Tag vor dem                          zweifacher Trassenpreis 

ersten Verkehrstag                                                                          (mind. 100,-) Abbestellungen

über 24 Std. vor der Abfahrtszeit             10 % vom Trassenpreis Abbestellungen unter 24 Std. vor der Abfahrtszeit            einfacher Trassenpreis 

 

Sachverhalt                                                                                           Preis in Euro 

Änderungen für einen bestimmten zusammen-                                  50,- 

hängenden Zeitabschnitt innerhalb des für den 

betr. Fahrplan insgesamt vereinbarter  Nutzungszeitraums. 

 

Fehlende Streckenkenntnis zzgl. Lotsenkosten                                  80,- 

Extraexemplare des SbV, FV-NE                                                            40,- 

Je Stück 

 

Sachverhalt                                                  Einheit                       Preis pro Stunde 

Lotse, Fahrdienstleiter,                              pro Std.                                  35,- 

Triebfahrzeugführer 

Zugbegleiter, Zugführer                            pro Std.                                    35,- 

 

 

 

 

 

 

weiter Anlage 4

 

Zuschläge für Feiertage  

 

pro Std. 

 

 

100% 

                       Sonntage  

 

pro Std. 

 

 

  50% 

Zuschläge für Überstunden 

Innerhalb der Woche            

 

pro Std. 

 

 

  30% 

am Sonntag                            

 

pro Std. 

 

 

  60% 

in der Nacht                            

(v. 22 Uhr bis 6 Uhr)

 

pro Std. 

 

 

  60% 

 

 

Sonstige Leistungen

 

Diesel                                                   

pro Liter

 

 

Tagespreis

 

Strom                                                    

pro Kwh

 

 

auf Anfrage

 

Nutzung der Gleiswaage

(nur im Beisein A.V.G.-Personal 

             

 

 

auf Anfrage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlage 4  - Ende -

 

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